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Erlebnislandschaft und Schlehentrunk (21.04.2005)

Elastrogan ermöglicht mit großzügiger Spende weiteres Projekt am Stemweder Berg

Lemförde "Wir haben hier die einmalige Möglichkeit, diese Fläche zu einer Erlebnislandschaft zu entwickeln", so Josef Meyer, Vorsitzender der "Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz" anlässlich der gestrigen Spendenübergabe der Elastogran Lemförde durch den Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Helmut Rödder.

An dem offiziellen Treffen vor Ort am Sternweder Berg nahmen neben Vertretern des Unternehmens und der Stiftung auch Landrat Gerd Stötzel, gleichzeitig Präsident des Kuratoriums der Stiftung, und Kreisrat Dr. Thomas Schulze teil.

Seit vielen Jahren unterstützt die Elastogran die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz mit größeren Spenden und leistet so einen erheblichen Beitrag zum Erwerb und zur Gestaltung von Flächen am Sternweder Berg und am Dümmersee.

Die in zwei Schritten (2003 und 2004) erworbene Fläche ist einschließlich Waldanteil insgesamt knapp sechs Hektar groß und bietet ein ausgeprägtes Flächenrelief sowie Nordhanglage. Sie grenzt darüber hinaus an bereits vorhandene Stiftungsflächen und bildet den Kernbereich eines Gesamtkomplexes, der in den letzten 15 Jahren von der Stiftung erworben und umgestaltet werden konnte. "Das sind natürlich Eigenschaften, die dieses Gelände südlich von Brockum für das Projekt "Erlebnislandschaft auf den Bröken" prädestinieren", so Stötzel, der der Runde ein Produkt dieser Landschaft, einen Schlehenlikör, kredenzte.

"Mit diesem Projekt verfolgen wir unterschiedliche Ziele in den Bereichen Naturschutz, Landschaftsbildaufwertung und insbesondere Naturerleben", sagt Stiftungsgeschäftsführer Jan Kanzelmeier, der das Projekt fachlich erläuterte.

Auf dem zur Umgestaltung anstehenden, mehr als vier Hektar großen Ackeranteil sollen demnach verschiedene Elemente entwickelt werden. Dazu gehören Wald und Waldrand, Einzelbäume, Halbtrockenrasen und Wanderwege.

Auf rund 0,7 Hektar wird im Übergang zum bestehenden Wald eine Anpflanzung aus standortgerechten Rotbuchen, Taubeneichen und Eschen vorgenommen. Als weiteres Element ist auf etwa 1,7 Hektar die Entwicklung eines ausgeprägten Waldrandes mit heimischen und standortgerechten Gehölzarten vorgesehen. Hierbei wird keine vollflächige Bepflanzung angestrebt, sondern eine zum Rand lockerer werdende Struktur.

Im Übergang zu den verbleibenden, nördlich angrenzenden Ackerlagen ist ein spezieller Bereich von 1,7 Hektar vorgesehen, der sich überwiegend frei entwickeln soll. Der zum Berg verlaufende sogenannte Sukzessionsstreifen stellt gleichzeitig eine Sichtachse dar. Zur Erhöhung der Strukturvielfalt ist die Bepflanzung einiger Eichen als Einzelbäume angedacht.

Die Projektflächen werden bereits durch das vorhandene Wanderwegenetz erschlossen. Im Westen, Norden und Osten verlaufen gekennzeichnete Wanderwege. "Wir denken aber darüber nach, ob wir einen Wanderweg direkt auf die Projektflächen einrichten sollten", so Kanzelmeier.

Quelle: Diepholzer Kreisblatt vom 21.04.05