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"Die Resonanz war überwältigend" (24.02.2009)

Stiftung Naturschutz feiert Jubiläum und bietet Exkursionen an

Landkreis Dieses Jahr will die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Das Jubiläum ist jetzt auch Thema während der Sitzung des Kuratoriums der Stiftung im Kreishaus gewesen. Für das Jubiläumsjahr hat sich die Stiftung viel vorgenommen.

"So wurden den Schulen im Landkreis Exkursionsmöglichkeiten für verschiedene Landschaftsräume aufgezeigt und Zuschüsse angeboten", teilt Alfons Hallen, erster Vorsitzender der Stiftung mit und ergänzt: "Die Resonanz war überwäligend." 150 Klassen hätten ihr Interesse bekundet.

Ebenfalls will die Stiftung in diesem Jahr diverse Tagungen und Workshops mit Fachverbänden anbieten, wie zum Beispiel den "Wiesenweihen-Workshop" am 7. März im Hotel Roshop in Barnstorf. Kooperationspartner ist die staatliche Vogelschutzwarte. Beginn ist um 100 Uhr. Der Nabu-Landesfachausschuss für Feldherpetologie, dessen Spezialgebiet Reptilien und Amphibien ist, ist am 25. April auf Einladung der Stiftung zu Gast in Kastens Gasthaus in Ehrenburg-Schmalförden. Los geht es um 10 Uhr.

Zum Kleingewässerseminar "Sölle, Schlatts und Bänken - Kleinode der Landschaft" lädt die Stiftung für den 20. und 21 August, jeweils um 10 Uhr, ins Bürgerhaus nach Sulingen ein. Zu dieser Veranstaltung konnte die Niedersäschische Naturschutzakademie als Partner gewonnen werden. Teil des Seminars ist eine Exkursion ins nahegelgene nördliche Wietingsmoor. "Das kann sicherlich als fachlicher Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen angesehen werden." Anfang November soll es dann eine feierliche Abschlussveranstaltung in Syke geben. Der genaue Ort und die Uhrzeit stehen noch nicht fest, erwartet wird allerdings Fritz Brickwedde, Generalsekretär der deutschen Bundesstiftung Umwelt.(...) Aber die 1984 ins Leben gerufene Stiftung zog auch Bilanz. "Zum Gründungszeitpunkt war sie die erste regionale Naturschutzstiftung auf Landkreisbasis. Das Diepholzer Modell war seitdem Wegbereiter für viele weitere regionale Naturschutzstiftungen, wie zum Beispiel die der Landkreise Oldenburg, Vechta und Osnabrück", sagt Hallen.

Die Stiftung habe sich in Zeiten knapper Kassen als Ergänzung zum behördlichen Naturschutz entwickelt. Sie habe viele Projekte gestartet, wie zum Beispiel die Erhaltung und Wiederherstellung der Schlatts - kleine stehende Gewässe, die in der Eiszeit entstanden sind. Das ist nicht alles, wie der erste Vorsitzende betont: Weiter war die Stiftung laut Hallen in puncto Fließgewässerrenaturierung, Arten- und Biotopschutz, Heideentwicklung, Dorf- und Siedlungsökologie, Wald- und Waldrandgestaltung sowie Feuchtwiesenschutz aktiv. Anmeldungen für die Veranstaltungen nimmt Jan Kanzelmeier unter 05441/9761460 entgegen.

Quelle: Weserkurier vom 24.02.09