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Mit kleinen Mitteln große Dinge ermöglichen (14.08.2010)

Sonderausstellung und neue Teichmuschel im Dümmermuseum in Lembruch

Lembruch (cb) Ein Mammutprogramm kündigte Sabine Hacke, Leiterin des Dümmer-Museums Lembruch, am Donnerstagnachmittag den anwesenden Gästen an. Zum Einen wurde die Ausstellungsreihe "25 Jahre Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz" eröffnet, zum Anderen überreichte der Förderverein der Stiftung ein Teichmuschelmodell für das neue Forschungslabor im Museum. Und drittens kehrte der Biber, der im November 2009 auf der B 51 überfahren wurde, als Präparat an den Dümmer zurück: als Dauerleihgabe des Landkreises an das Museum!

"Hinter diesen Fotos stehen viele Menschen; wir haben im letzten Jahr 25 Jahre Stiftung gefeiert und vor 25 Jahren waren Menschen im Landkreis Diepholz bereit, diese Stiftung in Gang zu bringen", verdeutlichte Vorstandsvorsitzender Alfons Hallen, der in die Ausstellung einführte. Privatleute aber auch Industrieunternehmen hätten Gelder zur Verfügung gestellt. Hallen: "So sehen Sie, dass innerhalb dieser 25 Jahre über dreihundert Biotope im Landkreis Diepholz von dieser Stiftung präpariertr, wieder hergerichtet und an die Natur zurückgegeben worden sind."

Mit eindrucksvollen Aufnahmen stellt die Stiftung Naturschutz ihre Schwerpunkte und Aufgaben vor. Beispielhaft werden Projekte am Stemweder Berg, sowie von der Pflege und Entwicklung von Orchideenwiesen, Heideflächen, Windschutzhecken sowie Tümpel und Schlatts präsentiert.

"So schön kann Natur aussehen, die braucht keiner mehr zu pflegen, die pflegt sich selbst, die braucht nur Platz", bemerkte Hallen, der weiter sagte: "wenn die Natur dort intakt ist, dann ist sie auch intakt für uns Menschen." Das sei das Ziel der Stiftung. Zudem gehe es auch um Feuchtwiesen am Dümmer, "denn hier zeigt die Stiftung ebenfalls Flagge", betonte der Vorsitzende. Die Ausstellung kann bis 5. September täglich (außer Montags) von 10 bis 18 Uhr im Dümmer-Museum besucht werden.

"Der Förderverein, der analog mit der Stiftung gegründet wurde, hat schon über 90.000 Euro an Mitteln aufgebracht und dem Naturschutz zukommen lassen, immer parallel mit den Stiftungsprojekten", erläuterte der Geschäftsführer des Fördervereins Jan Kanzelmeier. Er habe erfahren, "dass Frau Hacke gerne Muscheln isst", scherzte Kanzelmeier, der ein Modell der großen Teichmuschel für das Forschungslabor "Leben im Wasser" überreichte.

Eine Spezialität des Fördervereins sei es, "mit kleinen Mitteln große Dinge zu ermöglichen", unterstrich er und wünschte Sabine Hacke viele Besucher für das Forschungslabor. "Wir werden bestimmt ganz viel damit arebiten, weil das Muschelleben am Dümmer und seinen Ausflüssen sehr wichtig ist", stellte die Museumsleiterin abschließend heraus.

Quelle: Diepholzer Kreisblatt vom 14.08.2010