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"Eine der schönen Seiten des Landrat-Postens" (24.02.2012)

Cord Bockhop neue Kuratoriumspräsident der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz / Kein Konkurenzdenken der Institutionen

Diepholz - Landrat Cord Bockhop wurde am Donnerstag ohne Gegenkandidaten zum neuen Präsidenten des Kuratoriums der "Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz" gewählt. Geschäftsführer Jan Kanzelmeier erläuterte den Aufbau, die Finanzierung und Projekte der Stiftung, die 1984 gegründet wurde und die Erhaltung der Landschaftselemente zum Ziel hat. Im Kuratorium vereinigen sich die Vertreter der Stiftungsgeber wie zum Beispiel der Landkreis Diepholz, die Städte Syke und Diepholz sowie die Gemeinden Stuhr und Weyhe.

Zur Zeit würden intensive Gespräche mit weiteren Gemeinden über das Thema Beitritt geführt, sagte Kanzelmeier. Zusätzlich spreche man noch nicht involvierte Verbände und Wirtschaftsunternehmen an. Der stellvertretende Kuratoriumspräsident Dr. Dr. Wolfgang Griese sah eine schwierige Aufgabe in der Gewinnung für das Europäische Fachzentrum Moor und Klima (EFMK), für das es bereits einen Förderverein gibt.

Der Vorstandsvorsitzende der "Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz", Fritz Halves, betonte das gemeinsame Ziel der beiden Institutionen: "Beide dienen dem Naturschutz". Die Arbeit der Stiftung bedürfe insbesondere der Kooperation, dem Verständnis und Vertrauen zwischen Eigentümern, Flächennutzern und Flächenschützern.

Der ehemalige Oberkreisdirektor Hans-Michael Heise formulierte das Ziel als "richtungsweisenden Naturschutz auf regionaler Ebene". Dieses Credo werde nach wie vor verfolgt - durch momentan etwa 350 Einzelmaßnahmen bei fast 100 Hektar eigener Flächen und über 200 Hektar betreutem Grund.

In Absprache mit den Eigentümern werden die Maßnahmen zum Erhalt oder zur Renaturierung durchgeführt. Jan Kanzelmeier erklärte: "Schwerpunkte sind das Schlattprogramm, der Artenschutz, Dorf- und Stadtökologie oder auch Schulexkursionen." In Absprache mit den Institutionen der Flurbereinigung könnten so immer wieder Naturschätze gerettet werden. Dabei soll die Stiftung zukunfstorientiert, modellhaft und innovativ arbeiten.

Gerade dabei wird sie laut Kanzelmeier operativ durch das Umweltzentrum in Barnstorf, das Kreismuseum Syke, das Dümmer Museum und die Naturschutzverbände unterstützt. Die Mitglieder des Kuratoriums freuten sich bereits auf die nächste Exkursion bei der am 14. Juni geplanten nächsten Sitzung. Dann wird sie sich nach Aussage des neuen Präsidenten auch mit redaktionellen Änderungen in der Satzung auseinander setzen.

Quelle: Kreiszeitung vom 24.02.2012