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Stiftung Naturschutz sperrt dicke Buche am Stemweder Berg (19.12.2012)

Am Stemweder Berg bei Brockum droht die dicke landschaftsprägende Buche auseinander zu brechen. Jetzt hat die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz den Bereich unterhalb der Krone abgesperrt. Damit Spaziergänger keiner Unfallgefahr ausgesetzt werden, darf dieser Bereich nicht mehr betreten werden. Der Wanderweg wurde weiter unterhalb über die neue Obstwiese verlegt.

Die außergewöhnliche Rot-Buche (Fagus sylvatica) ist etwa 1850 angepflanzt worden. Sie weist drei Einzelstämme auf, die zusammengewachsen sind. Der imposante Baum misst einen Stammumfang von 6,30 Metern, der Kronenbereich hat einen Durchmesser von 27 Metern bei einer Baumhöhe von 25 Metern. Damit dürfte sie einer der größten Bäume des Landkreises sein.

Im Frühjahr viel bei einer routinemäßigen Kontrolle ein sehr langer Riss auf, weil sich einer der drei Stämme abgesenkt hat. Eine Fachfirma hat daraufhin die dicken Astgabelungen im Baum mit Gurten und Seilen gesichert. Schon kurze Zeit später wurde deutlich, dass die geschwächte Buche von einem sehr aggressiver Baumpilz, dem Riesensporling (Meripilus ginganteus), befallen ist. Der Befall führt zu einer weiteren Instabilität. „Wir können die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten,“ so Anne Flenker von der Stiftung Naturschutz, „daher wurde in Abstimmung mit der Samtgemeinde Lemförde der Kronenbereich abgesperrt.“

Ziel der Stiftung Naturschutz ist es, die Buche so lange wie möglich zu erhalten. Wie lange es sein wird, ist nicht vorhersehbar.

Für weitere Maßnahmen für die Besucher im Stemweder Berg hat der Naturpark Dümmer EU-Mittel akquirieren können. Im nächsten Frühjahr plant der Naturpark gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz den Bereich „Auf dem Bröken“ weiter zu entwickeln. Es sollen Lehrpfadtafeln zu den ökologischen Besonderheiten und Obstsortenschilder aufgestellt werden. Ebenfalls soll ein Unterstand für Wanderer, wie bereits auf westfälischer Seite, errichtet werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz