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Kirchdorf mit im Naturschutzboot (16.06.2012)

Zustiftung in Höhe von 100 000 Euro

Schmalförden - Die Samtgemeinde Kirchdorf sitzt mit im Naturschutz-Boot: Erfreut zeigte sich der Kuratoriumspräsident der Stiftung Naturschutz, Landrat Cord Bockhop, über diesen Entschluss der Samtgemeine Kirchdorf.

Sie bringt sich mit einer Zustiftung in Höhe von 100 000 Euro ein. Das Kuratorium ließ sich in Schmalförden über die Finanzlage der Stiftung auf den aktuellen Stand bringen und verabschiedete einstimmig die Rechnungslegung des Jahres 2011.

Geschäftsführer Jan Kanzelmeier hatte die Ertragssituation erläutert und das Kuratorium über die Verwendung der Erträge informiert. Die Mitglieder verabschiedeten einen Jahresabschluss von 2,8 Millionen Euro. Knapp die Hälfte der Zinserträge (25 000 Euro) war in das Schlattprogramm geflossen, eines der Schwerpunkte der Stiftung Naturschutz. 7 500 Euro wurden in die Feuchtwiesenpflege investiert, 3 300 euro für Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen am Stemweder Berg.

Kirchdorf ist nach Stuhr, Weyhe, Syke und Diepholz der fünfte kommunale Zustifter. Das Grundkapital erhöht sich damit auf 1,7 Millionen Euro, der erwartete Zinsertrag beläuft sich auf jährlich insgesamt rund 55 000 Euro.

In der Samtgemeinde Kirchdorf wurden in der Vergangenheit bereits Maßnahmen durchgeführt. "Wir werden in der Kuppendorfer Heide und an den Moorrandgebieten verstärkt und gezielt Projekte angehen", betonte Geschäftsführer Jan Kanzelmeier.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Kuratoriumssitzung lud er die Mitglieder der Kuratoriumssitzung zu einer Eskursion ins Ehrenburger Moor ein. "Die Fläche ist für den Landkreis Diepholz von besonderer Bedeutung", sagte Kanzelmeier. Im Bereich Wesenstedt kommen mit dem Breitblättrigen und dem Gefleckten Knabenkraut zwei seltene Orchideenarten vor, die auf der Liste der gefährdeten Arten stehen.

Die Kuratoriumsmitglieder konnten sich vor Ort von dem Ergebnis der eingesetzten Mittel für die Pflegemaßnahmen überzeugen. Die Kosten für Pflegemaßnahmen im Ehrenburger Moor beliefen sich im vergangenen Jahr auf 2 700 Euro. - mks

Quelle: Kreiszeitung vom 16.06.2012